Nachschlag 1 Rahmgeschnetzteltes und Zungenragout

Am Ende des Kurses im Frühjahr hatten wir eine Fortsetztung verabredet.

Es ist Herbst geworden und es ist tatsächlich eingetreten. An zwei Samstagen machen wir vormittags eine Session für Fortgeschrittene, also für uns.

Leider hat sich nur die Hälfte der ehemaligen Teilnehmer eingefunden, aber es reicht für die Durchführung, wieder unter Federführung von Frau Wellmann und auch die Chefin zeigt uns wieder, wie der Löffel geschwungen wird.

Auch diesesmal habe ich ein paar Fotos gemacht.

die Bilder vom 19.11.2005
Die Bilder erscheinen in einem eigenen Fenster.

Die Chefin hatte sich für uns vorgenommen, Zungenragout zu kochen.
Die Begeisterung schlug Purzelbäume. Alle wollten die Zunge bearbeiten. ;-)
Da musste die Chefin einschreiten und übrig blieben nur Sonja und ich am Zungentisch.

Die Zunge wurde in viel Wasser mit verschiedenen Gemüsen gekocht, und dass fast zwei Stunden lang.
In der Zeit haben wir die kleinen Klößchen aus dem Hackfleisch gemacht. Beim Drehen der Kügelchen stellten wir fest, dass der Teig etwas zu weich war, deshalb haben wir noch Paniermehl dazugetan, was aber auch nicht sehr geholfen hat. Auch nach dem Anbraten waren sie noch ziemlich weich, was für das Ragout nicht ganz so optimal ist.

Weiter mit der Zunge:
Dann ging es ans Abziehen der Haut, die die Zunge zusammenhält. Zuerst versuchte ich, die Haut abzuschneiden, was ziemlich aufwändig ist, besonders, wenn die Zunge noch kochend heiß ist.
Nachdem aber die Zunge abgeschreckt war, konnte man sie ohne Werkzeug nur mit den Fingern abziehen. Alsdann wurde sie, die Zunge, in kleine Stücke geschnitten.

Nachtrag von der Chefin: Zum Foto "Zungeschneiden" vom 19.11.möchte ich anmerken, dass es besser ist mit einem großen Messer sehr dünne Scheiben zu schneiden.

Der nächste Punkt ist dann die braune Sauce, die dazu gehört. Nach dem Rezept der Großmutter der Chefin wird dazu auch ausgelassener Speck und angeschwitzte Zwiebel gebraucht. Das wollten wir auch machen als Basis für die Sauce.
Die dunkle Mehlschwitze wurde so richtig schön braun.
Durch den Durchschlag gegossen und die Sauce war fertig.

Als dann schon die geschnittene Zunge darin war, wurde zum ersten Mal abgeschmeckt und es kam die Ernüchterung. Das schmeckte etwas brandig. Unser Absieben war nicht gründlich genug, die doch sehr schwarzen Zwiebeln waren nicht richtig aus der Sauce abgesiebt und gaben eine sehr starke Note.

Mit Zucker, Sahne und viel Glück konnte das aber fast vollständing korrigiert werden.

Dann musste ich noch lernen, dass man die kleinen Würstchen (Saucischen), bevor man sie in die Sauce gießt, auseinanderschneidet, sonst muss man sie in der Sauce mit der Schere trennen.

Als Beilage hatten wir uns Backofenreis vorgenommen. Bis dahin war alles in Ordnung, nur zum guten Schluss haben wir feststellen müssen, dass jemand denn Backofen abgestellt hatte. So war der Reis nicht ganz durch, als wir ihn essen wollten.

Aber es gibt auch positives zu berichten.
Die andere Mannschaft hatte in der Zeit sehr leckere Kohlsalate angerichtet. Dazu gab es Backofengemüse und Rahmgeschnetzteltes.

Und der Nachtisch bestand aus Apfelgelee mit Zimtsahne. Köstlich. Allerdings sollte man das zuallererst zubereiten, damit es Zeit genug hat, fest zu werden.

Und auch heute, die Zusammenfassung aller Rezepte des Tages:

Die Hauptgerichte
Zungenragout
Rahmgeschnetzeltes

Beilagen
Backofenreis
Backofengemüse mit Kartoffeln

Nachtisch
Apfelgelee mit Zimtsahne

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